Fernsehbeitrag zu den deutschen Waffenlieferungen nach Kurdistan

Interessanter Fernsehbeitrag zu den deutschen Waffenlieferungen in die autonome Region Kurdistan. Deutschland liefert Waffen an die Peschmerga im Nordirak, die konservativ bis vergleichsweise sozialdemokratisch eingestellt sind. Als Begründung wird das Voranschreiten der Dschihadistenarmee „Islamischer Staat“ und deren Gräueltaten an den Jesiden (religiöse Minderheit im Nordirak; autonome Region Kurdistan) genannt. Tatsächlich aber zogen sich die Peschmerga beim Angriff des „Islamischen Staat“ zurück und überließen tausende Jesiden unbewaffnet den religiösen Fanatikern, die daraufhin Folter und Massakern zum Opfer fielen.

Den forschrittlichsten Kräften in der Region, der YPG aus dem Gebiet Rojava (Westkurdistan bzw. nördliches Syrien), denen die Rettung der meisten Jesiden zu verdanken ist, werden aber natürlich keine deutschen Waffen geliefert. Schlimmer noch, die Mutterorganisation der YPG, die PKK (Arbeiterpartei Kurdistans), bleibt in Deutschland verboten, während IS-Anhänger offen ihre Unterstützung für diese fundamentalistisch-faschistische Organisation demonstrieren können.

Frontal21-Beitrag: http://www.zdf.de/ZDFmediathek/beitrag/video/2230470/Deutsche-Waffenlieferungen-an-die-Kurden?flash=off

Weitere Infos zu Rojava: http://tatortkurdistan.blogsport.de/2014/05/04/aufruf-rojava-die-verwirklichung-oder-der-beginn-der-syrischen-revolution/