Berechtigte Kritik an dem DRK-Einsatz beim Rechtsrockkonzert in Nienhagen als „skandalös“ bezeichnet

Heute meldet sich ein Martin Wassermann in der Volksstimme zu Wort. Der Umstand, dass dessen Vater mal DRK-Leiter in Halberstadt war scheint ihn offensichtlich dafür zu qualifizieren, öffentlich die berechtige Kritik an dem DRK-Einsatz beim Rechtsrockkonzert in Nienhagen am 28.06.2014 unter anderem als „skandalös“ zu bezeichnen.
Dabei ist das Mitwirken des DRK-Kreisverbands Quedlinburg-Halberstadt an dem Neonazikonzert der wirkliche Skandal. Würden sich Sanitäter generell weigern, für die medizinische Notfallbetreuung vor Ort zu sein, könnte das Konzert nicht stattfinden, weil so die Auflagen nicht erfüllt sein würden.
Das Rechtsrockkonzert hat neben der Stärkung von Neonazistrukturen auch den Effekt, dass Jugendliche Zugang zur rechten Szene bekommen. So wird neben der finanziellen Stärkung von rechten Strukturen auch Nachwuchs gewonnen. Wie die Unterstützung eines solchen Konzertes mit dem Neutralitätsgrundsatz des DRK zu vereinbaren ist, wissen wahrscheinlich nur Frank Hachmann und Martin Wassermann selber.
Offensichtlich ist man sich auf Seiten des Kreisverbands dann doch zumindest bewusst, dass der Sani-Einsatz bei der „Skinheadparty“ in Nienhagen nicht gut für das Image ist. Nur so ist zu erklären, dass die Sanitäter*innen um Frank Hachmann in diesem Jahr wieder beim Rechtsrockkonzert zur Stelle waren, obwohl die Kritik an diesem Einsatz schon nach dem Konzert im letzten Jahr geäußert wurde. Erst nachdem ein Vertreter des Bürgerbündnisses „Nienhagen Rechtsrockfrei“ das Problem öffentlich thematisiert, verspricht Hachmann, das Rechtsrockkonzert im nächsten Jahr nicht mit seinen Leuten zu unterstützen.

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